Sonntag, 23. September 2007

Back to New Zealand - Ein traumhaftes Fiji -

Bula everbody,

yeah ich bin back in New Zealand und doch immer noch etwas geflasht von den letzten 10 Tagen Südsee-Traumurlaub!! Natürlich sitze ich gerade braungebrannt hier vor dem PC. Der "Erholungszustand" hat leider nicht lange angehalten, denn nachdem dieses WE noch mal richtig Aucklands Town gerockt wurde, sind die ganzen "Schlafreseveren" aus Fiji schon wieder aufgebraucht!

Nun gut, aber wie immer fangen wir besser von vorne an! Wie der Beitrag zuvor schon erzählt, hieß es für mich am 11. September auf nach Fiji. Bei sonnigem Wetter verließen wir Auckland und landeten 3 Stunden später in Nadi/Fiji. Während dem Flug gönnten wir uns, auf die ganz feine Art und Weise, erst mal einen Sekt, denn schließlich muss auf so einen Urlaub ja gebührend angestoßen werden. Nachdem wir in Nadi am Flughafen von 5 singenden Fijianern empfangen und dann jeder von uns ganz Touri-like eine Muschelkette umgehangen bekam, erwartete uns vor dem Flughafengebäude ein Shuttelbus der uns zum Resort für diese Nacht bringen sollte. Neben dem Shuttelbus erwartete uns dann auch prompt der erste Regen. "Na toll!" dachte ich! Urlaub auf Fiji und zur Begrüßung gibt es Regen "wie das wohl weiter geht!?" Na aber alles halb so wild. Demnach konnten wir uns abends dann ganz gemütlich am Pool ein , zwei oder drei Fiji Bitter gönnen und durften uns anschließen in einem 30 Mann Dorm, der voll bis oben hin war, in den wohl ungemütlichsten Betten der ganzen Reise, durch die heiße Nacht quälen. Aber es wird sich hier nicht beschwert, schließlich haben wir es uns das ja selber so ausgesucht!
Um 6.30, am nächsten Morgen, klingelte dann der Wecker, denn um 7.30 ging der Bus zur Yasawa Flyer; dem gelben Fährboot, mit dem wir durch die Südsee gecruist sind.
Auf der Fähre angekommen wurde natürlich direkt das Sonnendeck aufgesucht. Schließlich haben wir alle drei einen nur sehr bescheidenen Sommer in Deutschland und in Neuseeland nur den Winter gesehen. Ach herrlich war es doch da oben in der knallenden Sonne zu sitzen und den "Fahrtwind" um die Ohren zu bekommen.
-Ein gelgentliches "Mensch, wir müssen hier aufpassen, die Sonne hat es in sich und man merkt das wegen dem Wind nicht!" von meiner Seite wurde zwar immer nickend aufgenommen, aber an der Situation dort oben zu sitzen änderte keiner von uns dreien was dran. Mmmh, wir sollten lange daran erinnert werden. Dieser erste Sonnenbrand begleitete Malin und mich wohl den ganzen Urlaub und auch jetzt sind diese Stellen doch tatsächlich noch auszumachen.-
Naja, aber zurück zur Fährfahrt. Satte 4 1/2 Stunden fuhren wir also durch die Südsee in Richtung der Yasawa Islands, denn von dieser Inselgruppe war unser erstes Ziel die Nanuya Lailai Insel und das Sunrise Lagoon Resort! Hier wurden wir erst einmal herzlich von Queen empfangen. Ein durch & durch verrückter und schwuler Typ, der uns erst mal erzählte, dass er von Opra Winfield persönlich in die Staaten eingeladen wurde und mit ihr Shoppingtouren unternahm. Zudem hatte er angeblich ein Poster von sich mit Opra, John Travolta und weiß der Geier wer noch alles drauf war, in seinem Zimmer hängen. Ich hätte dieses Poster gerne mal gesehen, vielleicht hätte ich die Story dann geglaubt! Aber gut, jedem das seine.
Das Resort an sich war recht nett. Wir drei durften im "Bunker" schlafen. Ein kleines Hüttchen, das wohl im 2. Weltkrieg gebaut wurde. Toiletten und "Dusche" befanden sich natürlich draußen. Schaut euch mal die Bilder an. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich auch mit "nichts" zufrieden gebe. Aber Zähneputzen und in Spiegel gucken war sowieso überall draußen angesagt und von der kalten Dusche wusste ich vorher schon. Das man jedoch einen Wasserstrahl mit einem Durchmesser von 2,5 cm als Dusche bezeichnete war mir neu. Gut, aber es nützte nix, es gibt nichts anderes dort und das Strom lediglich von 18.00 - 22.00 zur Verfügung stand fand ich noch ganz witzig! Aber eigentlich wollten wir ja nur zum Strand, wozu waren wir denn in Fiji!
Auf dieser kleinen Insel - Nanuya Lailai - wurde der überaus bekannte und sehr erfolgreiche :) Movie "Die blaue Lagune" gedreht und somit ging es ziemlich zügig zu dieser bekannten Blue Lagoon. Der Weg dorthin führte uns einmal quer über die Insel und eröffnete uns wunderbare Aussichten. Wir marschierten also 25 min. über Stock und Stein und meine neuen Flipflops bedankten sich mit zwei satten Blasen für diesen Marsch. :) Auch diese beiden Kameraden sollten mich den ganzen Urlaub begleiten, somit wundert euch nicht wenn auf dem ein oder anderen (nein, eigentlich auf jedem Bild), auf dem meine Füße zu sehen sind, hübsche kleine Pflaster meine Zehen zieren.
Nun gut, in der Blue Lagoon angekommen, waren wir natürlich erst einmal total überwältigt, TRAUMHAFT, und nachdem wir uns dann ein nettes Plätzchen ausgesucht hatten wurde sich erst mal die Kleider vom Leib gerissen, die Schnorchelausrüstung gepackt und der Sprung ins "kühle" Nass gewagt. Tja, kühl ist ja übertrieben. Bei 26 Grad Wassertemperatur bleibt die Erfrischung ein wenig auf der Strecke. Das neue Unterwassercase für meine Kamera durfte ich natürlich nicht vergessen und somit hatten Julia und ich doch schon ein wenig unseren Spaß während wir lustige Unterwasserbilder von unseren Astralkörpern und von unseren Taucherbrillen gepeinigten Gesichtern schoßen! Fische wurde natürlich auch fotografiert!
Abends hieß es dann noch Bingo mit und von Queen. Irgendwie scheinen die Fijianer Bingo anders zu interpretieren. Ziel war es, wie bei jedem Bingospiel, eine Reihe oder eine Spalte der Bingospielkarte mit Zahlen zu füllen. Hört sich alles logisch an. Das jedoch die Zahlen in einem Affentempo in den Raum gerufen wurde und selbst die Iren & Engländer die gerufen Zahl nicht immer deuten konnten, machte das Spiel nicht gerade leichter. Demnach hieß es für mich dann auch gegen 21:00 Uhr "ab ins Bett", den so ein Tag voller Sonne ist ja schon anstrengend. Das dies, über den ganzen Urlaub hinweg, zur Gewohnheit wurde war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst. Da sag ich doch mal "Mama lässt grüßen!!" :)
Der nächste Tag spielte sich ähnlich ab wie der Tag zuvor. Da wir ja im Strandurlaub waren, war der erste Weg natürlich wieder zur Blue Lagoon. Hier wurde dann alles das gemacht was man an einem Strand so macht. Lesen, schlafen, schwimmen, schnorcheln, bräunen, Sonnenbrand einfangen, posen für die Kamera und KEINEN netten Surferboys nachpfeifen. Jungs waren nämlich Mangelware auf Fiji. Ich war sowieso sehr erstaunt wie viele Mädels, entweder alleine oder im Doppelpack, eine Weltreise unternehmen. Und umso erstaunter war ich an diesem Tag als Malin das weibliche Trio, welches uns am Strand entgegen kam, plötzlich mit Namen ansprach und auf einmal ein Haufen Weiber anfingen zu schreien und total aufgeregt durcheinander hüpften während sich alle herzlich umarmten. Ihr müsst euch mal vorstellen, da wollte der Zufall es doch tatsächlich so, dass wir irgendwo auf einer abgelegen Insel der Fiji-Inseln, quasi am anderen Ende der Welt, an einem verlassen Sandstrand, 3 Mädels aus Münster treffen, die sich gerade auf Weltreise befinden und mit Malin und Julia zusammen studieren. Das war schon sehr spaßig und fast schon unglaublich!
Am Nachmittag schlenderten wir dann noch in das von Queen angepriesene Tea House, wo wir an diesem Tag mit Schokoladenkuchen beglückt werden sollten. Mmh, yummuy wars, schließlich hatten wir schon ganze 2 Tage lang keine Schokoladen mehr bekommen! :)
Abends kamen dann noch die Münster-Mädels zu Besuch und wir wurden eingeladen "Kava" zu trinken. Kava ist DAS Getränk in Fiji und wird von den Männern jeden Abend getrunken. Es betäubt einem die Zunge und ist im Grunde ziemlich ekelhaft. Es sieht aus als hätte jemand Wasser mit Lehm gemischt und mit Holzflavour versehen. Naja, wie sie meinen die Fijianer. Queen hat uns dann noch erzählt, dass die schwangeren Frauen jeden Tag während der Schwangerschaft 2 Gläser Kava trinken und aufgrund dieses Getränkes würde das Baby, wenn es dann soweit ist, "schwups auch schon da sein!" Die Handbewegung die er zu diesen Worten machte, ließ dann doch erkennen, dass hinter dem "leicht angehauchtem" Queen, ein Mann steckte! *g*
Am nächsten Morgen klingelte der Wecker dann um 5.30! Ja richtig gehört! Wir drei haben uns nämlich dazu entschlossen mit der "Fiji-Küchenfrau" echtes Fiji Brot zu backen. Und so standen wir drei um 6 Uhr morgens Teig-knetend und Kokosnussraspeln-essend in der Küche des Resorts und waren nachher auch mächtig stolz auf unser Ergebnis. Der Brotteig wird dort nämlich in Kokosnussmilch eingelegt und in einem Topf gekocht! Das schmeckt vorzüglich!! Mmmh! Zwischendurch haben wir dann auch noch die Kokosnussschalen für alberne Bilder missbraucht!
Ja und nachdem wir der Blue Lagoon noch mal einen Besuch abstatteten und diesmal den Strandweg nach Hause nahmen, war auch schon wieder der Zeitpunkt der Abreise gekommen. Mit mächtig Brot im Gepäck hieß es wieder ab auf das "yellow boat" und auf zur nächsten Insel.
Schließlich machten wir ja Island-Hopping und so fanden wir uns 2 Stunden später auf der Insel Naviti im White Sandy Beach Resort wieder, wo wir erst einmal herzlich mit dem "Bula Song" und jeder mit einer köstlichen Kokosnuss oder eher Kokosnusstrink begrüßt wurden. Zudem gab es hier jeden Mittag "Coffee/Teatime" und die Dusche hatte wieder einen "Duschkopf"! Die Menschen in diesem Resort waren alle noch recht jung und einfach nur total nett und hatten Spaß daran ihre Gäste zu unterhalten. Eine Reihe von Hängematten hing zwischen den Palmen und der Strand war mal wieder wie leer gefegt. Wie im Paradies fühlte ich mich!
Wir und weitere 7 Mädels (mehr Gäste waren an dem Tag nicht im Resort, toll oder!?) hatten Glück am Freitag angereist zu sein, denn freitags findet dort immer die große Fiji-Night statt. Somit konnten wir erleben wie die Fijianer traditionell kochten (Loch in Boden buddeln, Feuer machen, Essen rein, zu schaufeln, warten) und wurden später dann mit einem leckeren Buffet beschert. Nach dem Dinner wurden wir dann noch mit Animation auf fijianisch unterhalten und mussten auf DEN Fiji-Song schlechthin -"Please, don´t touch my Papaya!" - skurrile Variationen von der bekannten Party-Polonaise machen. Hier gönnten wir uns dann auch den ersten Cocktail und wie versprochen habe ich natürlich an meine Lieben daheim gedacht! *g* Später wurde dann am Bonfire noch bissi gechillt, bis es dann um 9.30 wieder hieß: Schlafenszeit!
Am nächsten morgen sollte uns dann Tolles erwarten. Nach langem hin und her hatten wir uns dann doch entschieden die angebotene Fahrt zu den "Manta Rays" (Mantarochen) zu machen. Langes hin und her aus dem Grund, weil jeder der Fijianer uns was anderes erzählt hatte. Der eine meinte es wäre Saison und ihr seht auf jeden Fall Rochen, ein andere wiederum war der Ansicht, dass die Saison schon lange vorbei ist und keine Manta Rays in der Bucht sein werden. Eine Fijianerin meinte allerdings, dass wir Glück brauchen um welche zu sehen und dieses Glück könnten wir haben, denn es wäre windig gewesen die Nacht zuvor und demnach könnte es durchaus sein, dass die Rochen mit der Strömung gekommen sind. Sie sollte Recht behalten. Wir "riskierten" es also, zahlten unsere 20 Dollar, packten die Schnorchelausrüstung ein, stiegen mit 3 weiteren Mädels in das Boat und düsten 15 min. mit dem Böötchen über das Meer bis wir an der besagten Stelle angekommen waren. Dort angekommen herrschte erst mal Stille. "Mmh, ob wohl welche da sind!?" Plötzlich erblickten wir 3 schwarze große "Teppiche" im Meer und unsere beiden Fiji-Guides schrieen panikverbreitend: "Ready to go!! Now, Now!!!" Ooh, geheuer war das aber keinem von uns. Niemand hatte sich jemals mit diesen Tieren auseinandergesetzt und die waren echt riesig. "Jetzt da rein uns sich einer Gefahr aussetzten!?" Na egal hieß die Devise, wann kommt diese Chance wohl wieder. Also Taucherbrille und Schnorchel auf, Flossen an und rein ins gute Nass. Nicht zu vergessen die Kamera und das UNTERWASSERCASE! So schwammen wir dann im Meer und um uns rum 3 wunderschöne, schwarze Manta Rays. Ich jedoch verpasste irgendwie den Anschluss zu unserer Gruppe und so sah ich mich ganz alleine in diesem Meer wieder, beschäftigt mit dieser verdammten Kamera und mir gegenüber einer dieser Rochen. Junge, da hat mich aber dann doch die Panik eingeholt. Der war so groß und ich wusste rein gar nicht was ich machen sollte. Flucht antreten, ab zum Boot! Dummerweise verlor ich auch noch eine meiner Flossen und so musste ich dann noch mal zurück. Aber irgendwie bin ich dann auch wieder zur Besinnung gekommen und habe mich mal bissi beruhigt. So schlimm kann es ja schließlich nicht sein! Also schwamm ich zum Boot wo die anderen auch schon waren und wir versuchten die Mantas, die inzwischen bissi weiter weg geschwommen waren, wieder einzuholen. Diesmal verpasste ich auch nicht den Anschluss an die Gruppe und inmitten dieser Weiberschar war es auch gar nicht mehr schlimm diesen wunderbaren Tieren ganz nahe zu sein! Einige Bilder konnte ich sogar auch schießen. Leider war die Strömung dort sehr stark und daher das Wasser etwas diesig, aber zu erkennen sind sie allemal! Bestimmt eine halbe Stunde verweilten wir im Wasser und schwammen immer dorthin wo die Tiere gerade hinwollten. Leider wurde dieses wunderbare Erlebnis schlagartig unterbrochen, als plötzlich 2 Bootsladungen Menschen, bestimmt 20 Mann, wie die Verrückten durch das Wasser paddelten um auch das zu erleben, was wir erleben durften. Dabei wurde natürlich keine Rücksicht auf die Tiere, geschweige denn auf uns genommen. Der Fußtritt den Malin abbekam hatte es schon in sich. Na, wir beschlossen auf jeden Fall die Verrückten ziehen zu lassen und verließen die Bucht in Richtung des Coral Gardens. Ein wunderschönes Reef mit zahlreichen kleinen Fischen und Korallen. Hier durfte ich dann auch Bekanntschaft mit den kleine Nemo Fischen machen und die vielen schönen bunten Fische die ich da im Wasser gerade noch fotografiert hatte, brachte unser Guide mal grad so für sein Mittagessen mit ins Boot. Aber toll wars, und nach 2 Stunden Wassererlebnis ging es dann total geflasht zurück ins Resort wo schon das Mittagessen auf uns wartete. Am Nachmittag zog es uns dann wieder an den Strand und wir besuchten den Honeymoon Beach, wo wir dann aufgrund des vielen Wasserfrühsports, auch erst mal ausgiebig chillen mussten.
Abends ging es dann mit der Flasche Martini in die Hängematte und ich weihte Malin und Julia in die hohe Kunst des Schüttelfotos machen ein.
Der nächste Tag war der Sonntag und demnach für die gläubigen Fijianer Ruhetag. Keine Aktivitäten und somit bestand dieser Tag auch mal wieder daraus, in einer dieser tollen Hängematten zu liegen und schnorcheln zu gehen. Mittags hieß es dann wieder Abschied nehmen und ab auf die nächste Insel.

Unser nächstes Ziel war die Insel Waya, die nach wie vor noch zu der Yasawa Inselgruppe gehört, und das Resort Sunset Waya! Hier erwartete uns der Traumstrand schlechthin. Ein schmales Stück Beach, vorzustellen wie ein Steg, welches bei Ebbe zu überqueren ist. Das Wasser zeigte sich von seiner schönsten blauen Seite und die Nachmittagssonne gab sein Bestes zu dieser Traum-Südsee-Stimmung hinzu. Herrlich!!! Hier starteten wir dann auch erst mal eine Fotosession, zur Belustigung der ansässigen Fijianer, und spielten mit der Sonne und unseren Schatten! Abends erlebten wir dann einen wunderschönen Sonnenuntergang und bekamen zum Abendessen Ziegenbock. Ja, Ziegenbock. Etwas außergewöhnlich aber nicht unbedingt ekelhaft. Er war genießbar. Auch hier wurde später wieder die Martiniflasche ausgepackt und so lagen wir bei angenehmen Temperaturen am Strand und genossen den Sternenhimmel.
Am nächsten Morgen hieß erneut: 5.15 aufstehen!! Heute wollten wir einen geführten Summit Walk machen, um den Sonnenaufgang von einem kleinen Berg aus zu betrachten. Treffpunkt, 5.30 vor der Haupthütte! Gut, 5.30 alle waren aufgestanden und standen bereit. 5.40 immer noch waren alle bereit. 5.50 (es wurde schon immer heller) nicht mehr alle bereit und die ersten gingen wieder in Richtung Bett. Mh, wo war bloß der Guide!? Wir drei waren doch jetzt nicht aufgestanden um nicht den Sonnenaufgang zu sehen. Na, bleiben wir halt am Strand und beobachten das Spektakel von hier. Der Sonnenaufgang war gorgeous und die Person die uns zum Gipfel bringen sollte hat definitiv was verpasst. Letztendlich hatten wir jedoch Verständnis für den armen Kerl; denn in der Nacht zuvor hatte Fiji bei der Rugby WM in Frankreich ein erfolgreiches Matsch absolviert. Und wer, wenn nicht wir, wissen nur zu gut, dass das mit der Zeitverschiebung so ne Sache ist!
Ja und da wir ja jetzt auch schon mal wach waren, kam die Sache mit dem noch mal ins Bett gehen auch gar nicht in Frage, anstatt beschlossen Julia und ich erst mal ein ausgiebiges Bad im Meer zu nehmen! Es hatte schon was, morgens um 7 auf Fiji mal ne Runde im Meer schwimmen zu gehen! :) Na, neidisch?!
Danach wurde die Zeit bis zum Frühstück noch in den Hängematten gefaulenzt und dann entschieden wir uns, diesen verpassten Summit Walk, auf eigene Faust zu machen. Gesagt, getan und somit machten wir uns morgens um 9 in Wandermontur auf zur Gipfelerstürmung. Oh die Aussicht war traumhaft (ach, wie oft hab ich dieses Wort hier wohl schon benutzt) und die Sonne knallte nur so vom Himmel. Zurück im Resort musste dann erst mal ein "Erfrischungsbad" genommen werden und aufgrund dieser Anstrengungen war es dann von Nöten den ganzen Tag in der Hammock zu verbringen. Am späten Nachmittag mussten wir dieses Stück Traumland dann leider auch wieder verlassen, denn wir hatten uns entschieden noch auf eine weitere Insel zu fahren bevor wir wieder Richtung Hauptinsel und Nadi aufbrechen mussten.

Unser nächster Stopp war die Bountyisland. Diese gehörte jetzt zu der Mamanuca Island Gruppe. Hier angekommen waren wir back in der Zivilisation. Es gab tatsächlich HEISSES WASSER und Strom fast rund um die Uhr. Das dazugehörigen Resort hatte eh eher was von einem Hotel und somit bekamen wir abends auch ein fettes Buffet und lecker Barbecue! Hier haben die drei Mädels sich dann auch noch mal bissi schöner gemacht und ich habe mir an unserem letzten Abend auf den Inseln einen leckeren Cocktail gegönnt!
Am nächsten Morgen konnten wir uns dann erst mal am Frühstücksbuffet austoben und beim anschließenden Spaziergang um die Insel die Kalorien wieder abbauen. Leider war der walk im Ganzen nicht so lange, denn die Insel war soo klein, dass man in einer guten halben Stunde einmal rund war. Wir drei haben natürlich getrödelt und sind nach einer weiteren Fotosession erst nach einer Stunde wieder am Resort angekommen. Hier konnten wir dann prompt zur "Turtel Waschstunde" gehen. Dieses Resort pflegt und hütet nämlich kleine Schildkröten um den Bestand fortzuführen. Wie wohl jeder weiß ist der Weg vom Strand ins Meer für eine kleine Schildkröte der schwerste seines Lebens und somit wirken die Leute dort ein wenig dem Aussterben entgegen. Sandra, der weibliche Part des liebenswürdigen französischen Päärchen das wir auf unserer Tour immer wieder trafen, hat wohl auch eine ausgewachsene Schildkröte im offenen Meer gesehen. Aber zurück zur Putzstunde. Dort angekommen schnappten wir uns eine Zahnbürste und fingen an die kleinen, 4 Monate alten Schildkröten von Algen, die auf deren Panzer wuchsen, zu befreien. Süüüß war das!!! ;)
Nachdem das dann auch erledigt war gings mal wieder in die Hängematte und ein letztes mal zum schnorcheln. Das war mir allerdings nicht so geheuer, denn in diesem Wasser schwammen wohl irgendwelche giftigen Fische und Schlangen rum und man sollte vorsichtig sein! Daher hab ich das schnell wieder sein gelassen und widmete mich lieber meiner Bräune und meinem Wohlbefinden. Nach einem letzten leckern Icecoffee am Pool ging es dann am späten Nachmittag ein letztes Mal auf das "gelbe Boot", also die Fähre, um die Mainisland Viti Levu anzusteuern. Als wir uns gerade gemütlich in den klimatisierten Teil des Bootes verzogen hatte, vom Sonnendeck hatte ich auf jeden Fall genug, und unsere Plätze einnahmen, traute ich meinen Augen nicht, was ich da aus dem Fenster gerade zu sehen bekam! Vor uns, aber in sicherer Entfernung, wütete ein Zyklon. Also ein echter kleiner Twister! Wahnsinn!!! Das musste natürlich festgehalten werden und so stürmte ich, wie so viele andere, raus aufs Deck und schoss einige Bildchen von diesem Naturschauspiel für euch daheim!
Back in Nadi hatte die Zivilisation uns dann wieder und so durften wir uns in Mama´s Tropic of Capricorn Resort über ein schnuckeliges Zimmer mit EIGENEM Bad freuen. Das hatte schon richtig Hotelstyle, bloß mit Pufflicht, und für schlappe $15 mit Frühstück war es ein richtiges Schnäppchen. Die gute Seele dieses Resort, "Mama" genannt, war aber auch einfach ein Goldstück.
Die letzten 2 Tage unserer Urlaubs verbrachten wir auf der Hauptinsel und wir erkundeten zunächst die Kleinstadt Nadi. Da wir ja arme Studenten sind nutzen wir die öffentlichen Verkehrsmittel und fuhren wir für schlappe $0,65 überallhin mit dem Bus. Das war aber auch super einfach dort und machte richtig Spass. So bekamen wir viele verschiedene Gesichter zu sehen von dem Schulkind in Uniform bis hin zum Opa mit Deutschlandkappe!
Nadi war an und für sich keine besonders tolle Stadt. Überall wurde man angesprochen und es wurde versucht uns überall in die Läden zubekommen. Ähnlich wie in der Türkei. Anfangs nervte mich das schon ein wenig, aber auch da konnte man sich dran gewöhnen und so shoppten wir dann doch noch das ein oder andere Schmuckstück und Kleinigkeiten. Lunch gab es dann im "westlich" angehauchten Zigzag Café und am Nachmittag ging es noch zum Markt. Das war toll und wir deckten uns mit vielen frischen Früchten zum Abendessen ein. Abends gönnten wir uns dann neben einer leckeren Ananas noch etwas Vodka und saßen mal wieder am Strand. Aber auch an diesem Abend überkam uns die Müdigkeit, wie so oft, viel zu früh und somit hieß es gegen 22 Uhr auch wieder: Lichter aus, Schlafenszeit!
Für den nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen in die Stadt Lutako zufahren und auf dem Rückweg den Giant Rock, einen Orchideengarten zu besuchen. Die Stadt war leider nicht allzu schön und da wir am Tag zuvor ja schon ausgiebig geshoppt hatten, gab es für uns dort nicht viel zu tun! Demnach machten wir uns ziemlich bald wieder auf den Rückweg und stiegen an der Bushaltestelle für den Orchideengarten aus. Dort angekommen erwartete uns noch ein 2km Fußmarsch und da ich mir mal wieder ne Blase eingefangen hatte graute es mir schon davor. Wir liefen also los, als plötzlich neben uns ein Auto anhielt und die Beifahrerin meinten, kommt steigt auf die Ladefläche, ich wohne in der Nähe des Gartens, fahrt mit! Als ich dann so auf dieser Ladefläche saß war ich doch etwas misstrauisch und empfand es als leichtsinnig, da man auch von Fiji nicht immer nur Gutes zu hören bekommt. Aber meine Zweifel bestätigten sich nicht und es stellte sich bald raus, dass es ein Taxi war mit dem die Frau unterwegs war und so hatten wir mal gute 1 1/2 km Fußmarsch gespart. Puuh!
Der Garten an sich war recht nett gemacht und befand sich mehr oder weniger im Niemandsland. Leider ist meine Begeisterung für Blumen ja eher gering bis gar nicht vorhanden und so schlenderte ich an dutzenden Orchideen vorbei, die alle schon recht nett aussahen. Der ganze Garten war recht nett aufgebaut und es erinnerte wieder an die Dekoration im Affenhaus eines Zoos, bloß dass hier alles echt war. Als dann aber Malin und Julia gesprenkelt waren mit Moskitostichen und wie ich im nachhinein feststellte wohl auch ich (nur war ich aufgrund der Tatsache dass diese Viecher mich den ganzen Urlaub über geliebt hatten, wohl schon resistent gegen die Stiche, sodass ich keine Plauzen auf dem Körper hatte) beschlossen wir das Weite zu suchen und uns auf den Rückweg zu Bushalte zu machen. Auch hier hatten wir das Glück mitgenommen zu werden und so saßen wir wieder recht fix an der Bushalte.
An unserem letzten Abend gingen wir dann noch mal richtig lecker essen und gönnten uns auch alle einen deftigen Nachtisch. Schließlich wurde aber auch an diesem Abend nicht bis in die Puppen getanzt, denn am nächsten morgen wurden wir um 6.30 zum Flughafen gebracht. Das dieser Morgen auch noch aufregend wird, wusste ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht und so ging es dann gut gelaunt, aber ein wenig wehmütig zum Flughafen. Dort angekommen erwartete uns zunächst eine Menschenschlange die zum Himmel stank. Naja, "Fiji Time"! Diese zwei Wörter sind neben Bula wohl die meistverbreittesten Wörter auf den Inseln und heißt soviel wie "gemach, gemach! Es könnte etwas länger dauern!“
Als wir dann endlich am Check-in Schalter angekommen waren, war mir noch immer nicht bewusst was mir in Kürze widerfahren wird. Alle kramten da so ihre gewöhnlichen Unterlagen wie Ticket, Pass etc. hervor, als der durchaus unfreundliche und unsympathische Stinksack auf der anderen Seite des Schalters meinte: Ja und jetzt bitte noch Ihre Rückflugtickets von Neuseeland nach Deutschland! "?????????? Bitte was ???????????" Tja, klein Babsi war wohl nicht gut informiert. Während Malin und Julia ihre Kopien von den Rückflugdaten zückten stand ich wie ein Trottel daneben und wusste gar nicht was das ganze zu bedeuten hatte. Schließlich war ich ja nur im Urlaub gewesen und mit meinem Visum in meinem Pass ist eindeutig belegt, dass ich ein Rückflugticket nach Deutschland besitze. Dies versuchte ich dem netten Herrn dann auch zu erklären, aber irgendwie hat dem das nicht so gefallen und die Vorschriften schein wohl anders zu lauten. Als er dann verschwand, nach kurzer Zeit wiederkam und zu Malin und Julia meinte: "You can go!" und zu mir ein knappes "You have a Problem!" hervor brachte war ich doch durchaus erstaunt und sprachlos. "Schwerverbrecherin Barbara S. ohne Rückflugticket in Fiji eingereist“.
Irgendwie hatte ich dann das Gefühl, dass er mich auffordern wollte bitte den Schalter zu räumen und meine Tasche mitzunehmen! Mhh, aber so geht das ja nicht! Malin und Julia baten ihn dann mal darum einen Vorschlag zur Problembehandlung preiszugeben, schließlich kann ich ja nicht ewig auf Fiji verweilen. Ich konnte ihm natürlich mitteilen wann und mit wem ich von Neuseeland wieder nach Hause fliege und so machte er dann, mehr oder weniger genervt, auch Anstalten mit mir zum Korean Air Schalter zu latschen. Jedoch meinte er, ich hätte einfach Glück gehabt, dass da jetzt jemand sein! BlaBla. Ich erklärte ihm auf dem Weg zu diesem besagten Korean Air Schalter auch noch mal das ich das nicht wusste und das aufgrund des Visums ja eigentlich alles geregelt sei, da guckt der mich ganz erstaunt an und fragt: Sag mal, hast du Rum getrunken? Einfach ein Volldepp. Am Schalter der anderen Airline angekommen fühlte ich mich dann schon etwas wohler und wir machten uns auf die Suche nach meinem Flug. Schließlich muss das ja im Computer irgendwo zu finden sein. Sollte man doch meine. Aber das dauerte und dauerte. Es kam mir vor wie Stunden und der wirklich freundliche Mitarbeiter dieser Airline hackte dutzende Kombinationen in seinen PC. Oh meine Verzweiflung war mir glaub ich auch inzwischen anzusehen und ich hatte schon das Gefühl das der gute Mann die Suche aufgeben wollte als dann plötzlich mein Name im Bildschirm auftauchte mit meinen Flugdaten und alles was dazugehört! Puuuh, ich sag euch man hat den Brocken im ganzen Flughafen fallen gehört der mir vom Herzen gefallen ist!! Hätte der gute Mann nämlich nix gefunden, wäre mir nichts anderes übrig geblieben als zu warten bis Malin und Julia in Auckland angekommen und in mein Zimmer gelatscht wäre, dort meine Flugdaten gesucht hätten und diese dann irgendwie auf ein Fax gebracht hätte um sie nach Fiji zu senden. Oder ich hätte warten müssen auf das es in Deutschland 8.00 morgens sind. Nun gut, da hatte ich ja dann meine Bestätigung und der nette Koreaner gab mir auch gleich noch zwei weitre Kopien mit! ;)
Also durfte ich Fiji dann auch offiziell verlassen und konnte getrost meine Heimreise antreten.


Ach Leute, dass war soooo herrlich dort und ich würde direkt wieder hin, wenn ich nicht ein bischen was tun müsste hier in Neuseeland. Es war einfach traumhaft den eigenen Traum zu Leben! Ich wünsche jedem, dass er dieses Fleckchen Erde mal besuchen kann!

So ich glaube ich habe eure Augen und eure Aufmerksamkeit jetzt genug in Anspruch genommen und "ja, ich habe auch anderes hier zu tun!" :)

Bis bald,
Eure Barbara
FIJI TRAUM

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich finde, dass du mehr schreiben solltest! So erfahren wir ja gar nix. :-D

Anonym hat gesagt…

Ach ok, ich werde mir Mühe geben! :)
aber ich finde du solltest nicht anonym bleiben. wir haben doch nichts zu verbergen hier! *g*