Hey Freunde,
junge junge was hab ich ein Leben hier im Moment. Stellt euch klein Babsi in normaler Umgebung (sprich Trier, Paulinstrasse) vor: In 1 1/2 ist Klausurwoche, Hausarbeit ist noch abzugeben und auch in Leadership muss mal wieder ne Aufgabe gemacht werden. Na, wie schaut das wohl aus?! Falsch, ich sitze nicht den ganzen Tag am Schreibtisch in meinem Schlabberpulli und Trainingshose mit meiner Brille auf der Nase, hab keine Tasse Kaffee neben mir stehen und die Bücher stapeln sich nicht neben mir auf dem Boden. Der Ordner ist nicht aufgeschlagen und auch der Laptop ist nicht dafür an um mal wieder bei Wikipedia irgendeine Sache nachzuschlagen! Nein nein, ich zieh mir lieber meine Leggings an, greif im Schrank nach dem Oberteil was bestmöglich nach den 80igern aussieht, werf mir meinen Schal um, Armreifen am Handgelenk, Sonnenbrille auf und ab nach 11F um das beste Jahrzehnt des 20. Jahrhundert zu zelebrieren. Unser aller "Geburtsjahrzehnt"! Knaller! Die Bude war rappelvoll, jeder hat sich in Schale geworfen (der Secondhandladen um die Ecke wurde geplündert), der Ipod spielt bekannte Titel und alle feiern feiern feiern. Und wie jedes mal wenn hier gefeiert wird, klopft es Punkt 12 an der Tür, eine kleine Lady, die so hoch wie breit ist, betritt den Raum, leuchtet mit ihrer Funz allen ins Gesicht und sagt mit ihrer pieps Stimme: Party is over! Mmmh, naja bekannte Töne, aber heute wollen wir weiterfeiern. Also, Studenten in aufsässiger Stimmung. Keiner der Partygäste bemühte sich auch nur Richtung Ausgangstür zu marchieren. Nöö, weiterfeiern heißt es. Das zweite piepsige: Party is over! war dann doch tatsächlich etwas lauter. Oooh, aber "och nöö, keine Lust!" Als dann nach 10 Minuten Widerstand plötzlich eine ganz andere Stimme den Raum beschallte, machten sich die ersten dann wirklich auf zum Ausgang. Auch Meinewenigekeit. So stand ich dann im Flur des Levels 11 in Reih und Glied mit 20 anderen Mitfeiernden und stand Schlange für den Fahrstuhl. Natürlich bemühte sich niemand der Wartenden auch nur im Geringsten etwas leise zu sein. Somit kam prompt der nächste Anschiss dieser unbekannten Stimme. Ja ja ist ja gut. Auf in den Aufzug, kurz in die eigene Flat, mal ordentliche Hosen anziehen, runter und ab in die Stadt. Tja, dieser Ausflug war leider nicht besonders aufregend und somit beschlossen Markus und ich wieder heim zu gehen und das Bett aufzusuchen. Grad zur Tür reingehend kam uns Aron aus Holland entgegen. "Mh, wo kommst du denn her?!" "Ja von der Party, geht weiter in 2c! Aber ich muss jetzt heim!" Oh, Markus und ich wechselten einen kurzen Blick und verschwanden im Aufzug Richtung 2c! Ei, da versammelte sich doch tatsächlich die halbe Partygesellschaft einfach im anderen Block des Gebäudes. Ist ja geil! Die Musik krachte aus den Lautsprechern, das Gesinge war schon zu Geschreie geworden, wir tanzten, hüpften (natürlich zu Jump! von van Halen) feierten den Final Countdown mit nem mächtig stolzen AustriaBoy Markus, die Jungs hingen an den Balken die durch den Raum verlaufen, Flaschen vielen hin, es wurde gesaugt und die Jagd nach neuen Schüttelfoto Mitgliedern wurde auch fortgesetzt. Nebenbei stellten Martin und ich noch fest das wir beide Mitglieder von Schüttelfotovereinen sind, jedoch nicht von dem selben. "Das gibts noch woander, nee, kann nicht sein!?" Ich glaub wir haben beide das selbe gedacht! *g* Naja der Spass ging auf jeden Fall weitere 1 1/2 Stunden gut bis die Tür aufging und unsere kleine dicke Freundin in der Tür stand. Oooops! Diesmal war sie leider nicht mehr so piepsig und nach dem sie dann meinte ID und Namen von jedem hier im Raum versuchte man nur noch schleunigst das Weite zu suchen. Bis zum Aufzug haben wir es ja noch geschafft, nur dann stoppte ein schwerer schwarzer Springerstiefel die Fahrstuhltür. OOhh verdammt! Aufgepläht wie sie so ist, stand sie in der Tür des Fahrstuhls und meinte: ID and Name!! Lalallalaa, Sonnenbrille auf die Nase und bloß nicht erkennen lassen. Keiner sagte was. Markus, Clemens und ich irgnorierten die Dame einfach. Nach einigen Minuten mit offener Tür beschwert der Fahrstuhl sich und gibt einen fürchterlichen Ton von sich. Diesen ertrugen wir 30 sec bis Markus frage, ob wir bitte in die Wohnung zurück gehen könnten. So nett wie die Dame ist, war das natürlich kein Problem. Jaaaa unsere Chance, auf in die Wohnung und irgendwo hin wo alle anderen waren. In die Zimmer. Naja oder ins Bad. So stand ich dann da, wartend und lauschte dem Gespräch im Livingroom. Ui das hörte sich nicht gut. Sollte es heute die etwa eine rote Karte geben. Na, nach endlosem Warten gabs dann Entwarnung und die Security Dame hatte sich entfernt. Gut, dann jetzt aber wirklich nach Hause, schließlich habe ich ja Vorlesung um 9Uhr! Unten angekommen erwartete uns schon die nächste Überraschung. Die Security Frau hatte die Verfolgung aufgenommen. Ich sah sie nur noch grad aus der Eingangstür rauslaufen um Leuten zu folgen die die Flucht versuchten. Na jetzt aber schnell, es fehlte eigentlich nur noch die Musik von Mission Impossible; die Bewegung lieferten wir. Wir liefen von dem einen Aufzug durch den Eingangsbereich hin zum anderen Aufzug der zu unseren Wohnungen führt. Dort nur noch in die Ecke und hoffen das der Aufzug bald kommt, den Blick immer zur "fetten Dame" gerichtet. Puuh geschafft, da war er. Jetzt aber schnell nach Hause und ab ins Bett! Aufstehen war hart am nächsten Morgen und wie sich rausstellte, hat es doch einige Karten geregnet. Karten sind hier die Bestrafungsmittel. So haben die Wohnung 2C sowie einige der Partygäste eine gelbe Karte erhalten (Verwarnung ohne Geldstrafe). Wohnung 11F sowie Bewohner Marko eine rote Karte!(Verwarnung mit Geldstrafe und nach der 2. fliegt man raus) Immer diese Studenten, kennen auch keine Grenzen! :)
Freitag wurde dann tatsächlich studiert und der halbe Tag wurde im Dark Room verbracht. Denn es gilt ja Fotos für den Photography Kurs zu entwicklen. Naja, mehr Schlecht als Recht, aber gut, halt kein Naturtalent!
Ab 5 hieß es ja dann sowieso BBQ Time! Yeah! Der Frühling muss ja genossen werden und da wir ja alle noch angeschlagen von der Nacht zuvor waren, sollte es auch nix großartiges werden. Sollte!!! Also machten wir uns auf zu Mathias Wohnung wo der Gastgeber schon auf uns wartete. Auf dem Weg noch ein paar Flaschen Wein kaufen und Pussydrinks à la Alcopops. Das Wetter meinte es gut mit uns BBQ Freunden und somit genossen wir erst mal unseren ersten Drink in der herrlichen Frühlingssonne in Mathias Garten (das ist ja zm Luxus geworden, seitdem die Eifel soweit weg ist). Nach dem Rückzug auf den Balkon, der erst mal mit dutzenden Teelichtern geschmückt wurde (zudem war es dann wärmer *g*), sowie nach einigen Gläsern Wein, einer interessanten Conversation mit Juan und warten auf Libby konnte dann gegessen werden. mmh! Mathias hatte tolles gezaubert. Als Koch versteht er ja sein Handwerk und die South America BBQ Crew bewies sich am Grill. Nach dem Essen wurde dann wohl noch lauthals und stundenlang gesungen und allerlei dummes Zeug gemacht u.a. mit Rum und Jägermeister (jedoch ohne mich, buah). Als uns partyfreudigen AUT Studenten dann auch mal aufgefallen war, dass unser Gastgeber sich schon vor längerer Zeit verkrümmelt hatte und unsere Lauri-Anne schlafend im Wohnzimmer lag, haben wir dann auch mal gegen 1.30 den Heimtweg ins wunderbare WSA angetreten. Thx Mattes für diesen sehr sehr lustigen Abend.
So jetzt seit ihr aber wieder bestens informiert wie ich hier meine Partyabende verbringe. Es muss den Anschein habe, das ich sonst nichts mache! Mmmh, FALSCH! Nur zu meiner Verteidigung: Ich lerne gerade mühsam Statistik auf Englisch; Herr Steinbuss lässt grüßen. :)
Erfreut euch an den schönen Bildern und nächste Woche erzähl ich euch dann von den Klausuren!
Bis bald
Die Bäbz